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Oscar 6.1: neue Version, neue Probleme

Vor einiger Zeit habe ich ja mal über das Cluster Framework Oscar geschrieben. Dieses funktionierte zwar sehr stabil, wenn es mal lief, jedoch bis dahin musste noch viel umgebogen und gewürgt werden.
Nun aber, in der kürzlich erschienen neusten Version 6.1 hat sich sehr viel davon geändert. Neue Funktionen habe ich bisher keine entdeckt, auch der Installationsprozess wurde nicht angepasst, aber nun funktioniert auch fast alles!
Denn als ich es kürzlich in der neusten Version neu installieren wollte, ist mir ein weiterer Fehler aufgefallen:

ERROR: Unable to copy “/usr/share/syslinux/pxelinux.0″ file to /tftpboot. at /usr/bin/setup_pxe line 221
ERROR: at /usr/lib/perl5/vendor_perl/5.8.8/OSCAR/GUI_MAC.pm line 847

Dieser tritt auf, weil ein Pfad falsch definiert wurde, sobald der Button “Setup Network Boot” gedrückt wird.
Die Lösung liegt im Script, hier muss der Pfad von /usr/lib geändert werden, da sonst die passenden Dateien nicht kopiert werden können:

if(($ARCH eq "i386") || ($ARCH eq "x86_64")) {
     # GV: We should use OS_Setting here
     switch ($os->{'distro'}) {
         case "centos" {
             $pxelinux_dir = "/usr/lib/syslinux";
             $pxelinux_bin = "pxelinux.0";
}

Als zweite Anpassung: Unter CentOS sind die iptables standardmässig aktiviert. In der alten Version hat eine Stelle des Scriptes diese wohl deaktiviert, in der neusten hat man dies aber scheinbar vergessen. Also wenn man nicht andauernd TFTP Errors und Timeouts will, dann:

/etc/init.d/iptables stop

Und danach läuft werden, wie man es schon kennt, die Nodes über das Netzwerk installiert und neu gestartet. Und spätistens hier zeigt sich auch noch der letzte Fehler: SELinux! Altbekannt, wenn man SELinux nicht über die Konsole deaktiviert, so bootet der Node in eine Kernel Panic:

Kernel panic – not syncing: Attempted to kill init!

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Upgrade auf Fedora 14

Soeben habe ich auf meinem Computer auf der Arbeit ein Upgrade durchgeführt von Fedora 12 auf Version 14. Vorab, alles lief tadellos ab, bis auf ein paar kleinere Problemchen.
Das Upgrade selbst ist unter Fedora sehr aufwendig, da ich mir eigentlich den komfortablen Upgrade-Manager von Ubuntu gewöhnt bin.
Das Upgrade selbst musste ich im Runlevel 3 durchführen, da Probleme mit dem X-Server vorausgesagt wurden.
Als erstes habe ich ein komplettes Backup mit rsync auf einen Windows-Share geschrieben:

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#!/bin/sh
mount -t cifs //server.lokal/home/patrick /media/share/ -o username=patrick
rsync -av --exclude=/sys --exclude=/proc --exclude=/home/patrick/Musik --exclude=/home/patrick/vmware --exclude=/home/patrick/Downloads --exclude=/home/patrick/backup --exclude=/media/* / /media/share/Backup/Client --delete
umount /media/share

Danach habe ich mein aktuelles System aufgeräumt. Dazu habe ich die unbenutzten Packete durchgeackert, welche mir package-cleanup ausspuckte:

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package-cleanup --leaves
package-cleanup --orphans

Falls das Packet noch nicht vorhanden ist, muss es nachinstalliert werden:

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yum install yum-utils

Hier muss darf jedes Packet einzeln analysiert und deinstalliert werden, anders als bei apt-get wo ein einfaches autoremove genügen würde… (Achtung Flaming)

Danach habe ich alle temporär geladenen Pakete verworfen:

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yum clean all

Nun habe ich auf die zweite Konsole (CTRL + ALT + F2) und in den Runlevel 3 gewechselt:

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telinit 3

Während dem Wechsel hat er mir das Netzwerkinterface nicht korrekt hochgefahren, weshalb ich das von Hand noch nachholen musste:

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netstat -i
ifup eth0

Nun konnte das Update beginnen!
Zuerst mussten alle Packete auf die neue Version 14 aktualisiert werden:

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yum update yum
yum --releasever=14 update --skip-broken --nogpgcheck

Dann wurden auch externe Packetquellen aktualisiert:

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yum repolist

Und schlussendlich noch die neuen Packete nachgeladen:

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yum groupupdate Base
yum groupupdate "GNOME Desktop Environment" "Hardware Support" "Sound and Video" "Graphical Internet" "Fonts" "System Tools"

Wenn auch das durchgestanden ist, so kann Grub neu installiert werden:

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/sbin/grub-install /dev/sda

Zum Schluss werden noch die Init-Scripts neu priorisiert:

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cd /etc/rc.d/init.d; for f in *; do /sbin/chkconfig $f resetpriorities; done

Somit habe ich nach ca 3.5 Stunden mein System ohne grössere Komplikationen von Fedora 12 auf Fedora 14 aktualisiert.

Und um auch noch ein bisschen flamen zu können: Fedora könnte ruhig mal ein bisschen beim Ubuntu-Aktualisierungsmanager abgucken ;)

Nutz du schon Ubuntu 10.10?

Der Release der neusten Ubuntu-Version ist bereits schon wieder Geschichte und wahrscheinlich die meisten, so auch ich, haben bereits Ubuntu 10.10 produktiv im Einsatz.

Wie sieht es denn mit dir aus?

Nutzt du schon Ubuntu 10.10?

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Falls du bereits die neuste Version verwendest, wie bist du vorgegangen?

Wie kam die neuste Version auf dein(e) Computer?

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Und wie hat alles geklappt?

Hat auch alles problemlos geklappt?

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Und wie gefällt dir das neue Ubuntu so? Oder was würdest du dir noch wünschen?

Fünf Gründe gegen Linux

PCTipp, ein Schweizer Computer(Anfänger) Magazin protzte heute mit einer fetten Ansage.

Die Gründe stammen aus Leserbriefen, Foren und anderen versteckten Winkeln des Internets:

1. Das Lieblingsprogramm läuft nicht unter Linux

2. Die Hardware zickt

3. Keine Kommandozeilenbefehle, bitte

4. Unter Windows funktioniert das aber anders

5. Die Installation ging völlig schief

Ich muss sagen, mir gefallen diese Gründe! Ich finde Windows auch viel besser…

Mittlerweile vermisse ich schon der immer wiederkehrende, wunderschöne, blaue Bildschirm mit weisser Schrift, welcher von Zeit zu Zeit mal wieder auftaucht.

Weiter vermisse ich die kurzen Pausen, welche ich machen durfte, wenn sich mein Windows mal wieder eingefroren hat.

Aber am allermeisten vermisse ich ja die langen Bootzeiten. Ich meine bei 30 Sekunden Bootzeit unter Linux hat man ja gar keine Zeit mehr sich einen Kaffee zu holen!

Ach ja: Fast hätte ich die wunderbare Zeit vergessen, die ich beim zusammensuchen und aktualisieren meiner Programme verbringen durfte! Ist ja direkt langweilig wenn man alles von einem Ort herunterladen kann und alles automatisch aktualisiert wird…

Naja wie auch immer :)