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Siriproxy – Siri für den Heimgebrauch

Der Raspberry Pi ist ja schon ein nettes, kleines Ding, doch einen wirklich definitiven Anwendungszweck habe ich dafür noch nicht gefunden, und deshalb dient er einfach immer mal wieder als Versuchskaninchen und Spielwiese, so auch für die Anwendung dieses Beitrages. Und wer weiss, vielleicht habe ich am Ende ja auch noch eine definitive Anwendung dafür.

An alle die jetzt gleich wieder losflamen wollen, wegen Android vs. iOS, hier geht es um Siri und dadurch um iOS und Apple – bei der Anwendung am Schluss auf jeden Fall. Und wer mich jetzt von seinem Android-Phone unbedingt überzeugen will, der soll mit einem 6er Pack Bier vorbei kommen, dann diskutieren wir das gerne von Angesicht zu Angesicht, aber bitte nicht in den Kommentaren! Wer zu weit weg wohnt, um vorbeizukommen, der kann mir das Bier auch schicken und wir machen die Diskussion via Email ;-)

Also, wie schon gesagt, geht es um Siri, genauer um den Siri Proxy. Dieser greift den Verkehr zwischen Siri und Apple ab und schaltet sich dazwischen, sodass beliebige Aktionen und Antworten mittels Siri abgefragt werden können – alles was man digital irgendwie ansprechen kann, kann man somit über Sprachsteuerung automatisieren. Coole Vorstellung! :D Der Nachteil, man muss sich halt im entsprechenden Netzwerk befinden, wie der Proxy, von Unterwegs funktioniert das ganze also nicht (ausser man macht seinen Proxy öffentlich, was ich aber je nach Möglichkeiten und Anwendungsgebiet nicht empfehlen würde…).

Für die Installation braucht man erstmal das Raspbian Image Wheezy von hier, hier oder einer von denen hier – Auswahl gibts genug!

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Upgrade Nagios von Version 3.4.2 auf 3.4.4

Seit dem 12. Januar 2013 bereits gibt es eine aktualisierte Version von Nagios Core. Dadurch werden einige Bugfixes und Sicherheitslücken geschlossen.
Höchste Zeit also, eine Aktualisierung zu fahren. Diese funktioniert auch in wenigen Schritten schon fast automatisch. Idealerweise arbeitet man dabei als User Nagios:

su -l nagios

Nun muss man sich von Altlasten entledigen:

rm /usr/local/nagios/share/{main,side,index}.html

Und die neuste Version herunterladen und entpacken:

wget http://prdownloads.sourceforge.net/sourceforge/nagios/nagios-3.4.4.tar.gz
tar xzf nagios-3.4.4.tar.gz
cd nagios

Nun noch konfigurieren, compilieren und installieren:

./configure --with-command-group=nagcmd
make all
make install
/usr/local/nagios/bin/nagios -v /usr/local/nagios/etc/nagios.cfg
/etc/init.d/nagios restart

Und schon ist die Hexerei vorbei:

version

Einzelner Host aus Nagios Hostgroup ausschliessen

Wer sich mit Nagios beschäftigt, weiss wie schnell eine Konfiguration unübersichtlich werden kann. Da ist es schon ideal kann man mittels hostgroup einzelne Hosts zusammenfassen und dann Services gleich auf ganze Gruppen anwenden, anstelle von jeden Namen einzeln nachzuführen. Das vereinfacht nicht nur die Übersicht, auch die Administration und das Zufügen von neuen Hosts wird vereinfacht und beschleunigt.
Doch was ist nun, wenn wir eine Gruppe von Servern haben und von den 10 Servern einen bestimmten Service nur auf 9 davon anwenden? Da gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder man macht daraus 2 neue Gruppen. Dummerweise kreiert man so ziemlich schnell sehr viele neue Gruppen und am Schluss ist praktisch jeder Server in einer eigenen Gruppe und es wird wiederum alles unübersichtlich und unnötig kompliziert.
Oder man lässt beim entsprechenden Service die Gruppen weg und erwähnt jeden Host einzeln, auf welchen man das ganze anwenden will. Auch das ist theoretisch möglich, doch auch nicht sehr praktisch, da man so beim erweitern alle Services durchgehen muss und überall noch den neuen Host anhängen.

Also braucht man eine Art Ausnahmen – Und die gibt es auch.
Einfach ein ! (NOT) vor den Hostnamen setzen und schon wird dieser aus der Hostgroup ausgeschlossen. Anstelle von:

host_name  server005, server007, server008, server010, server001, server012, server015, server016

Schreibt man einfach:

hostgroup_name   customer-servers
host_name        !server004

In Nagios selbst sieht die Konfiguration dann so aus:

define service{
        use                     generic-service
        hostgroup_name          customer-servers
        host_name               !server004
        service_description     Webfrontend
        action_url              http://$HOSTALIAS$/page/
        check_command           check_http!-H $HOSTALIAS$ -u "/page/" -s "Username" -f follow -w 5
}

Hätte ich das nur von Anfang an gewusst…

Linktipp: Ein Gefrierschrank knackt jedes Android-Phone

Forensic Recovery Of Scrambled Telephones, oder kurz auch FROST genannt, beschreibt eine Methode, wie fast jedes Android-Phone geknackt werden kann. Und das inklusive allen verschlüsselten Daten, welche sich auf dem Phone befinden. Alles was man braucht ist physikalischen Zugriff und einen Gefrierschrank. Genau, ein Gefrierschrank: FROST-Methode am Beispiel eines Galaxy Nexus

Und da beschweren sich alle immer, beim iPhone könne man den Akku nicht herausnehmen ;-)