Zur Zeit bereite ich mich wieder auf eine neue LPI-Prüfung vor, dieses Jahr steht Nummer 201 an. Darin geht es um Themen wie Linux Kernel kompilieren, patchen, Source kompilieren, Kernelmodule, Startup-Scripts, Grubshell, Filesystem, RAID und LVM oder Netzwerkkonfiguration und DNS.
Eigentlich alles gar nicht so schwer, wäre da nur nicht die Tatsache, dass keine Unterlagen verwendet werden dürfen!
Also will ich mich mal ans repetieren machen und beginne mit DNS, genauer Bind9 einrichten und konfigurieren. Später folgen dann nach und nach noch all die anderen Themen, wodurch eine Artikelserie daraus werden wird.
Doch zuerst zu DNS! Obwohl eigentlich sollte man es eher als Namensauflösung bezeichnen, denn es werden noch Dienste wie NIS oder Dateien wie /etc/hosts angesprochen.
Aber alles von vorne! Also die einfachste Möglichkeit zum eine IP-Adresse auflösen ist über die Hosts-Datei unter /etc/hosts. Diese könnte in etwa so aussehen:
root@master:/etc# cat /etc/hosts 127.0.0.1 localhost 127.0.1.1 master.encodingit.ch master # The following lines are desirable for IPv6 capable hosts ::1 ip6-localhost ip6-loopback fe00::0 ip6-localnet ff00::0 ip6-mcastprefix ff02::1 ip6-allnodes ff02::2 ip6-allrouters
Jedoch wenn man mehr als nur ein, zwei Computer hat, so ist es relativ mühsam auf jedem diese Datei von Hand zu pflegen. Auch Sun bemerkte dies und entwickelte NIS (darüber habe ich schon mal geschrieben).
Doch als auch das nicht mehr reichte, kam man zu DNS.
Einfach gesagt ist es eine Hosts-Datei, welche an einem zentralen Ort verwaltet werden kann und von jeder Maschine bei Bedarf geladen wird. Komplizierter gesagt: dazu kommen wir noch
Die wichtigsten Dateien für die Namensauflösung auf einem Client wären dabei:
/etc/hosts > verantwortlich für die lokale Namensauflösung.
/etc/resolv.conf > gibt an, welche Nameserver angefragt und welche Domains durchsucht werden sollen.
/etc/nsswitch.conf > definiert die Reihenfolge ob zuerst der DNS, NIS oder die Hosts-Datei bei der Auflösung berücksichtigt werden soll.
Dies war alles auf dem Client – nun aber zu unserem DNS Server. Zuerst mal installieren:
apt-get install bind9
