Schlagwort-Archiv: Linux

Worst Case: Notebook verloren? Prey hilft…

Gehen wir mal vom Wort Case aus! Das Notebook bleibt zum Beispiel am Bahnhof auf einer Bank liegen und wird dummerweise von einer Person gefunden, welche sich schon lange über ein neues Notebook freut. So ein Notebook ist weg – für immer!
Oder doch nicht? Denn dafür gibt es Prey:

Prey lets you keep track of your phone or laptop at all times, and will help you find it if it ever gets lost or stolen. It’s lightweight, open source software, and free for anyone to use. And it just works.

Vor allem letzteres wollen wir mal hoffen ;)

Probieren konnte ich es selbst noch nicht, doch hier hilft eine andere Geschichte:

Stephan Meier* ist ein Geek. Der Schweizer lebt seit 10 Jahren in Rom. Doch aufgrund eines Todesfalles in seiner Familie, ist er während der Festtage nicht wie sonst üblich in die Skiferien gefahren, sondern hat sich im Raum Zürich bei seiner Verwandtschaft aufgehalten.

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Wenn Kinder hacken wollen…

Manchmal frage ich mich doch wirklich…
Woran liegt es, dass immer mehr Personen, die keine Ahnung haben von Computer und Technik “coole Hacker” werden wollen?
Ist es einfach cool, weil man sich am Vorabend Hackers angesehen hat, oder ist es der Drang zur dunklen Seite im Menschen, welche einem den, durch die Medien geprägten, bösen Hacker schmackhaft macht? Oder ist es einfach cool, die eMails von anderen zu lesen, weil man gerade sonst nichts besseres zu tun hat?

Der Grund für diese Gedanken ist ein Beitrag auf einem anderen Blog. Da ich das nicht noch extra fördern will, verzichte ich hier auf einen Link! Darin wird Schritt-für-Schritt erklärt, wie man eine Man-in-the-Middle-Attacke aufbaut unter Verwendung von ettercap und ARP Spoofing. An sich ja keine schlechte Sache… Nur frage ich mich dann, was für Personen lesen solche Artikel, dass Kommentare wie die folgenden zu Stande kommen:

hab mal ne frage zu diesen kästchen wo immer so befehle oder so drinstehen wie “telnet server 25″ ,wo muss ich die eingeben ?? xD

Und das beste, wenn der Leser dann auch noch findet, er weiss es besser:

Hey ich hab jetzt nicht so so viel Erfahrung aber heißt das nicht “ipconfig” stat “ifconfig” ??

Da scheint Linux also doch nur ein Waschmittel zu sein…
Oder auch in Foren tauchen in letzter Zeit immer häufiger solche Fragen auf:

[…]
Wie kann man über das Netzwerk auf einen anderen Computer gelangen,
Was braucht man dafür(IP, Trojaner)?
Was hat das ganze mit dem “Hintertürchen” auf sich?
Wie kann man den Bildschirm/ die Daten der anderen betrachten?
Wie kann man das lernen, was würdet ihr mir empfehlen?

Da stelle ich mir schon die Frage, ob das Internet von heute nur noch aus Scriptkiddies besteht?
Erstaunlicherweise sind die Benutzer aus dem uu.de-Forum aber etwas erwachsener, denn da habe ich keine solche Fragen gefunden. :)

Mitunter ist das auch der Grund, wieso ich bei so heiklen Themen jeweils auf eine detaillierte Ausführung verzichte, um solchen naiven Kommentaren auszuweichen. Habt ihr da auch schon solche Erfahrungen gemacht?

Backup und Restore mit Linux

Von den bisher vorgestellten Themen in LPIC 201 ist das folgende eines der interessanteren: Backup und Archivierung!
Wie in den Artikeln vorher schon erwähnt, ersetzt RAID nicht wirklich ein Backup und LVM schon gar nicht! Es muss also trotzdem noch eine Lösung her – und um die kümmern wir uns jetzt!

Arten

Bevor man überhaupt mit einem Backup beginnt, muss man sich überlegen, was, wie und wie oft man etwas sichern möchte. Das was ist dabei relativ schnell gefunden, zum Beispiel das /home-Verzeichnis. Auch das wie oft ist ein kleineres Problem; jeden Abend sollte reichen.
Doch nun muss man sich überlegen wie! Denn wenn ich jedes mal alle Daten von neuem Kopiere und allen alten Backups behalte, so leide ich schnell an Platzmangel. Deshalb muss man zuerst wissen, wie alles gesichert werden kann:

Full

Zu aller erst muss man ein Full-Backup anlegen. Dabei werden alle Daten welche im zu sichernden Ordner /home sind, gesichert.

Inkrementell

Inkrementell empfiehlt es sich, wenn man wenige Daten haben, welche sich immer ändern. Denn beim inkrementellen Backup werden nicht alle Daten, sondern nur die gesichert, welche seit dem letzten Backup verändert wurden.

Differenziell

Differenziell ist ähnlich wie inkrementell, jedoch werden hier immer die gesicherten Daten seit dem letzten Full-Backup gesichert

Zeitplan

Nun kann man sich sagen: “Ich mach immer inkrementell, da brauch ich am wenigsten Platz”! Dazu muss ich sagen, das stimmt durchaus, jedoch ist es halt nicht die beste Lösung.
Gehen wir von der Situation aus, ich habe vor einem Monat ein Full-Backup angelegt und seither täglich inkrementelle Backups. Fällt mein System aus, so muss ich zuerst das Full und dann 30 inkrementelle Backups zurückspielen. Nicht nur aufwendig, sondern auch zeitraubend!

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LVM für Linux einrichten

LVM ist eine andere Art von Festplatten Management, ähnlich einem RAID 0. Es bietet dabei, nicht wie ein normales RAID (1, 5, o.ä.) Redundanz, sondern dient nur dazu, eine weitere logische Ebene zwischen die Festplatten und das System oder die Daten zu bringen.
Der Vorteil dabei liegt auf der Hand. Sollte der Platzanspruch irgendwann mal steigen, so muss eine Platte nicht durch eine grössere Ersetzt und alle Daten umkopiert werden, sondern es reicht, eine weitere Platte dem LVM zu zufügen. somit bietet LVM, was übrigens für die Kurzform von Logical Volume Management steht, mehr Flexibilität.

Ursprünglich kommt das Konzept von LVM von IBM entwickelt für deren Baby: AIX.

Aufbau

Der Aufbau von, nennen wir es mal einer Speichermöglichkeit, ist in zwei Schichten gegliedert:

Zu unterst steht das Physical Volume wie /dev/sda, darauf kommt ein Dateisystem wie ext3.
Wird nun aber LVM verwendet, so ändert sich der Aufbau:

Es kommt auf das Physical Volume zuerst eine Volumegroup, also eine Art Speicherpool dazu und darauf die Logical Volumes, eine Art virtuelle Partition, welche dann mit dem Dateisystem formatiert wird.

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