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Spionageabwehr: Auto-Highjack von fliegenden AR.Dronen

Der Aufschrei war ja nicht gerade klein, als Amazon angekündigt hat, man teste “Eillieferungen” via Dronen direkt ab Lager zum Kunden. Die Angst beschränkte sich dabei aber mehr auf Kollisionen und die Ersetzung von menschlicher Arbeit durch Roboter. Viel mehr Sorgen bereitet mir persönlich dabei aber etwas ähnliches wie das hier:

SkyJack heisst das Stück Software und kann mit einer eigenen Drone und einem Raspberry Pi andere Dronen übernehmen und steuern. Angewandt auf die Pläne von Amazon heisst das, eine umherfliegende Drohne kann Lieferdrohnen anhalten und die Lieferung übernehmen, womit diese dann leer beim Kunden ankommen – das wird ja ein Spass für Amazon!

Und selbst wenn Amazon zum Schluss kommt, dass Lieferdronen doch nicht das Gelbe vom Ei sind, so kann die Software installiert auf einem stationären Pi immer noch zur Abwehr von Dronen verwendet werden. Ich stelle mir das ziemlich lustig vor, wenn jemand in die Nähe von meinem Haus herumfliegt und dann von meinem Pi immer wieder aus dem WLAN gekickt wird, während die Drone einfach in der Luft stehen bleibt bis der Akku hinüber ist :D

Mehr zu SykJack und dem Entwickler gibt es übrigens auf seiner Website.

Linktipp: Ein Gefrierschrank knackt jedes Android-Phone

Forensic Recovery Of Scrambled Telephones, oder kurz auch FROST genannt, beschreibt eine Methode, wie fast jedes Android-Phone geknackt werden kann. Und das inklusive allen verschlüsselten Daten, welche sich auf dem Phone befinden. Alles was man braucht ist physikalischen Zugriff und einen Gefrierschrank. Genau, ein Gefrierschrank: FROST-Methode am Beispiel eines Galaxy Nexus

Und da beschweren sich alle immer, beim iPhone könne man den Akku nicht herausnehmen ;-)

Kontaktloses Bezahlen vs SCM SCL 3711

Mann, mann, mann! Was für ein Kampf… Gestern hatte ich endlich meinen SCM SCL 3711, ein NFC Leser für die Frequenzen von Kreditkarten für gerade mal 40.- USD, im Briefkasten. Und wer jetzt bereits wieder böses denkt, nein ich klaue keine fremden Daten damit – alles nur zu Testzwecken. Und wer keine Ahnung hat, was NFC, RFID oder kontaktloses Bezahlen sein soll, der schaut sich zuerst mal das Video am Ende des Beitrages an!

Die Installation unter Ubuntu war alles andere als einfach! Begonnen hat alles mit der Installation von libnfc in der Version 1.6.0 R1, welches irgendwie einfach nicht so wollte wie ich. Eigentlich gibt es ja eine schöne Anleitung was man tun muss, doch leider reichen die darin beschriebenen 5 Schritte bei weitem nicht aus.
Zuerst muss man mal die passenden Vorbedingungen schaffen:

sudo apt-get install libusb-dev libpcsclite-dev
sudo apt-get install libusb-0.1-4 libpcsclite1 libccid pcscd

Weiter geht’s dann, indem man sich die Source von libnfc von Sourceforge herunterlädt:

wget https://libnfc.googlecode.com/files/libnfc-1.6.0-rc1.tar.gz
tar -xvzf libnfc-*

Und aus dem ganzen ein Debian-Paket macht:

cd libnfc-1.6.0-rc1
svn checkout http://libnfc.googlecode.com/svn/tags/libnfc-1.6.0-rc1/debian
dpkg-buildpackage -b -us -uc

Und hier kamen auch bereits die ersten Probleme. Wie es aussieht, braucht meine frische Ubuntu-Installation noch mehr Vorbereitung:

sudo apt-get install dh-autoreconf libtool 

Nun dpkg-buildpackage nochmals starten und schon kommt man ein Stück weiter, zum nächsten Error. Leider sagt dieser nicht wirklich viel aus, doch lässt sich denkbar einfach lösen, wenn man denn weiss wie. Einfach dpkg-buildpackage gleich nocheinmal starten und diesmal läuft alles fehlerfrei durch. Juhee!
Nun können die erstellten Pakete auch sogleich installiert werden:

sudo dpkg -i ../libnfc*.deb

Damit ist die Installation abgeschlossen und der Dongle kann mit nfc-list getestet werden – dachte ich! Doch interessanterweise erhalte ich immer die Fehlermeldung, dass mein NFC Leser nicht erkannt werden konnte:

No NFC device found.

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