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Die Qual der Wahl für HP NetServer

hp_netserver_lp1000rIch habe infolge von Hardware Upgrades einen HP Server aus dem Jahre 2007 abgreifen können.

Am Server selbst ist das CD-Laufwerk futsch, was für mich aber nicht wirklich eine Rolle spielt…

Es gibt ja immer noch die gute Netzwerkinstallation :-)

Im Server drin stecken:

- 2 (von 3) SCSI Platten mit je 18GB
- 2 mal 1 GB RAM
- 2 mal Intel Pentium III 1.4 GHz
- eine Embedded Remote Assistance card

Ich habe nun die Qual der Wahl: Was für ein OS kommt drauf. Auf der einen Seite wäre eine Lösung mit virutellen Maschinen genial, da der Server zum Testen und Probieren verwendet wird, und ich somit mit Snapshots immer voll dabei wäre.

Auf der anderen Seite ist das umständlicher und da der Server nicht mehr der neuste ist, kann da auch z.B. kein ESXi drauf rumrennen!

Weiter wäre noch Debian oder Ubuntu Server in der Auswahl, da ich diese gut kenne.

Oder vielleicht doch eine komplett andere Distri?

Es würde mich intressieren:

- was setzt ihr so ein?
- was könnt ihr mir empfehlen?
- was würdet ihr auf das süsse 14.5 kg Ding machen?

Ich freue mich über viele konstruktive Vorschläge :-)

Blogparade Betriebssystem- oder Distributionsumstieg

In der Blogparade von Ute und Roland geht es darum, warum man auf ein anderes Betriebssystem oder eine andere Distribution umgestiegen ist.

Auch ich wollte diese Gelegenheit nutzen und mal erzählen, wieso ich eigentlich umgestiegen bin und welche Erfahrungen ich bis jetzt sammeln konnte.

Die passenden Fragen dazu werden auch schon geliefert:

  • Habt ihr euch stark über andere Möglichkeiten informiert?
  • Was war schlussendlich der Grund für den Umstieg?
  • Was war vorher schöner, besser, schneller, toller?
  • Was ist jetzt besser, schneller, schöner, toller?
  • Bereut ihr euren Umstieg?
  • Würdet ihr Anderen diesen Umstieg empfehlen?

    Dann mal los :-)

    Habt ihr euch stark über andere Möglichkeiten informiert?

    Naja… Wenn ich heute so zurück denke eher weniger! Bevor ich auf Linux / Ubuntu umgestiegen bin, habe ich mit Vista gearbeitet. Kurz vor dem Wechsel habe ich Ubuntu immer öfters per Live CD gestartet und ausprobiert.

    Und als sich dann mein Vista verabschiedet hatte, wollte ich mal etwas neues ausprobieren. Und wieder ein Windows OS aufzusetzen war mir irgendwie zu öde :-) Also blieben noch ein Mac OS und Linux…

    Doch da ich auf meinen PC angewiesen war und kein Mac OS zur Hand hatte, und ich immer noch eine Live CD von Ubuntu zur Hand hatte, habe ich dieses auch aufgesetzt.

    Was war schlussendlich der Grund für den Umstieg?

    Der Hauptgrund war eine wunderschöne Windowsmeldung beim Aufstarten,

    Fatal Error - Please insert Recovery Disk

    und meine Neugierde endlich mal wieder was neues auszuprobieren.

    Was war vorher schöner, besser, schneller, toller?

    Das einzige was ich vermisse ist Photoshop…Das kann man wohl zu toller zählen.

    Ich weiss, dass ich jetzt praktisch einen Krieg anzettle, aber bevor jetzt alle schreien – GIMP kann und wird Photoshop niemals ersezten :-)

    Ein bisschen vermisse ich auch noch die Hardwareunterstützung im Bezug auf Treiber etc. welche es halt hauptsächlich als erstes für Windows gibt. Das war schöner unter Windows… Aber wenn es dann mal läuft, läuft es genauso gut (oder besser :-) ) wie Windows!

    Was ist jetzt besser, schneller, schöner, toller?

    Besser und schöner ist das Design! An Ubuntu mag ich besonders die Wandlungsfähigkeit in Sachen Design, Frabe etc…

    Auch finde ich die virtuellen Desktops sehr praktisch. Klar gibt es Tools wie Dexpot für Windows, aber halt nicht von Haus aus…

    Schneller ist bei mir der ganze Bootvorgang. Meine Vista-Kiste habe ich mitlerweile gar nicht mehr runtergefahren, weil das Booten schlussendlich bereits mehrere Minuten dauerte!

    Toller oder besser konfortabler finde ich die Installationen per Paketserver. Auch dass man so seine gesamten (oder fast :-) ) Programme in einem File sichern und auf einem neuen System gleich wieder in einem Zug installieren kann.

    Besser finde ich auch das ganze Grundsystem von Linux. An Windows stört mich die Registry… Denn dadurch kann man nicht einfach den Ordner eines Programmes kopieren und hat alle Einstellungen! Da unter Linux alle benutzerdefinierten Einstellungen in Files abgespeichert werden, kann man nur den gesamten Ordner kopieren, am anderen Ort wieder einfügen und alles ist wieder so wie vorher.

    Bereut ihr euren Umstieg?

    Nein, auf keinen Fall. Die zahlreichen Vorteile überwiegen ganz klar die wenigen Nachteile :-)

    Würdet ihr Anderen diesen Umstieg empfehlen?

    Sofort! Jedem der sich ein bisschen mit seinem PC auskennt, etwas Zeit investieren will und nicht das einfachste sondern das beste OS will :-)

    Wenn Windows und Linux die Wege kreuzen…

    …dann sind die Probleme vorprogrammiert! Und diese Probleme darf ich nun am eignene Leib erfahren. Bei uns in der Firma gibt es viele Windows-Clients (XP und Vista), viele Windows-Server, ein paar Unix-Server und ein paar wenige Unix-Clients.

    Ich habe nun die ehrenvolle Aufgabe ein Service für einen Windows-Server zu schreiben, welcher einmal täglich 400’000 Clients abpingt und von diesen das OS ausliest.

    Eigentlich kein Problem, für etwas gibt es ja naming conventions. An diesen kann man sofort erkennen, ob es jetzt eine XP- oder Vista-Kiste ist oder ob es ein Server ist. Dummerweise hat sich von den Unix-Usern niemand an diese convention gehalten. Leider gibt es auch kein Standard, welche Distri den eingesetzt wird…

    Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als das OS auszulesen. Doch wie nur? Also habe ich mich mal auf die Suche gemacht. Man muss sich dabei aber immer im Hinterkopf halten, dass das Auslesen nicht mehr als ein paar Sekunden dauern darf und extrem genau sein muss…

    Das erste auf was ich gestossen bin, ist das Auslesen des Begrüssungstextes bei einer Telnet- oder SSH-Verbindung. Wie jeder weiss, probieren geht bekanntlich über studieren, also habe ich mir gleich mal ein paar Testrechner gesucht und es ausprobiert.

    Das Ergebnis was alles andere als erfreulich… Bei einem Viertel hätte es geklappt. Bei den Andern war entweder der Begrüssungstext unterdrückt, oder der User hat dem Server die benötigten Rechte entzogen.

    Also weiter in der Suche. Es gäbe ja noch die Möglichkeit, den Unix- Usern vorzuschreiben, dem Windows-Server die benötigten Rechte zu geben, jedoch haben immer noch ein paar den Begrüssungstext unterdrückt.

    Wenn der Server aber die benötigten Rechte hätte, könnte man per SSH auf die PCs connecten und einen kurzen Befehl wie

    cat /etc/*issue

    ausführen.

    Jedoch sind 7000 Unix-Clients im Einsatz und das Auslesen sollte nicht länger als ein paar Sekunden dauern, also ist dies auch nicht umbedingt die beste Lösung…

    Als letzte Lösung könnte man das ganze noch per nmap lösen. Bei den Tests mit nmap hat das Auslesen nicht länger als 2.5 Sekunden gedauert, was eigentlich nicht schlecht ist. Das Problem, bei ca 5% aller Clients kam als OS etwas wie Linux 2.26.18 – 2.26.24 zurück, was für mich mehr nach dem Kernel als nach dem OS klingt.

    Aber nichts desto trotz ist nmap aus meiner Sicht noch die beste und effizientiste Lösung und mit den 5% Fehleranteilen muss ich wohl leben…