OpenSource

Gedanken zu IPv4 / IPv6

Posted in Netzwerk, OpenSource on Januar 21st, 2010 by Patrick – 28 Comments

IPv4 steht für Internet Protocol Version 4 und ist unser aktuelles Internet Protokoll.

In IPv4 sind Adressen, wie sie jeder technisch versiertere User täglich braucht. Sie bestehen aus 32 Bit und werden in 4er Blöcke zu je 8 Bit unterteilt.

Diese 8 Bit sind dann auch der Grund wieso jedes der 4 Blöcke nur eine Zahl von 0 bis 255 beinhalten kann.

Doch in diesen insgesamt 32 Bit liegt auch das Problem. Dadurch lassen sich gerade mal 4’294’967’296 IP Adressen abbilden und diese sind auch bald schon alle Verbraucht…

Laut Schätzungen werden im Jahre 2010 die letzten IPv4 Adressen vergeben und dann ein Jahr später schlussendlich IPv6 Adressen verteilt.

IPv6, gerne auch Internet Protocol next Generation genannt, besteht aus 128 Bit Adressen und kann damit etwa 340 Sextillionen Adressen verwalten. Dadurch muss nicht mehr mit öffentlichen und privaten Adressen gearbeitet werden, sondern jedes Gerät könnte seine eigene feste IP haben, wodurch DHCP Dienste im Grunde genommen überflüssig werden.

Eine IPv6 Adresse kann etwa wie folgt aussehen

1
2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7347.

Ich mache mir jedoch ein bisschen Sorgen, wie man sich so eine IP merken soll. Denn wie oft kam es bei Arbeiten im Netzwerk vor, dass man kurz eine IP Adresse merken oder aufschreiben muss. Bei 32 Bit war das ja einfach, doch bei 128 Bit…?

Weiter frage ich mich, wie lange es dauern wird, bis auch der Bereich von IPv6 Adressen zu klein wird… Und was dann? Kommt dann IPv8 mit 1024 Bit und IP Adressen im 100 stelligen Bereich? Und wie sieht dann IPv10 erst aus?

Wo führt das nur hin…

OpenSource Exchange #1

Posted in OpenSource on September 29th, 2009 by Patrick – 18 Comments

Während der OpenExpo wurde ich auf das OpenSource Projekt Open-Xchange aufmerksam gemacht.

Dabei handelt es sich um eine Groupware-Lösung ähnlich Microsoft Exchange, nur dass diese OpenSource ist.

Angepriesen wird das Projekt besonders als “günstige Alternative, welche für KMUs gut geeignet ist“.

Wikipedia beschreibt Open-Xchange wiefolgt:

Open-Xchange Server ist eine Kollaborationssoftware, die neben einer integrierten E-Mail-Benutzerschnittstelle, Termin-, Kontakt- und Aufgabenverwaltung auch weitergehende Funktionen wie Dokumentenspeicherung- und -austausch bietet.

Besonders interessant finde ich auch das hier:

In Vorbereitung befinden sich soziale Fähigkeiten der Anwendung, d. h. die Fähigkeit Daten zwischen Open-Xchange und auch Sozialen Netzwerken einfach und automatisiert auszutauschen. Dieser Austausch wird auf der Serverseite stattfinden, d. h. auch dann funktionieren, wenn der Benutzer gerade nicht aktiv ist.

Doch ganz so OpenSource ist das Projekt wohl doch nicht…

Will man nämlich das ganze nicht per Browser, sondern mittels Outlook verwenden, so muss man ein kostenpflichtiges Addon dazukaufen.

Doch nicht nur das, es gibt noch weitere Komponenten, welche nicht wirklich “frei” sind:

Seit August 2004 steht das Open-Xchange Server BackendGNU General Public License in der Version 2. Das unter der Open-Xchange Server Frontend steht unter Creative CommonsShare Alike, Non Commercial, Attribution-Lizenz. Diese Lizenzierung erlaubt die freie Verwendung auch in einer kommerziellen Umgebung und schränkt lediglich das Anbieten von gehosteten Angeboten ein (durch den Baustein Non Commercial in der Creative-Commons-Lizenz auf dem Frontend).

Ob das nun wirklich das Wahre ist, darüber kann man sich streiten. Auch kann ich noch nicht sagen, ob es wirklich eine brauchbare Alternative zu Exchange ist, das wird sich noch zeigen.

Als Host habe ich mich für einen Ubuntu Server 8.04 LTS entschieden.

Die Installation ist nicht wirklich schwierig, dafür sehr zeitaufwendig. Geholfen hat mir dieses Tutorial von Open-Xchange selbst.

Die Benutzeroberfläche, welche man nach einem Login zu Gesicht bekommt ist klar strukturiert. Man findet sich schnell und ohne Probleme zurecht, wie man es eigentlich auch von Exchange her kennt.

open-xchange-portal

Wie es in Sachen Performance aussieht kann ich noch nicht sagen, da ich die Installation erst gestern durchgeführt habe. Dazu später dann mehr!

OpenExpo 2009

Posted in LPIC, Linux, OpenSource, Software on September 24th, 2009 by Patrick – 5 Comments

Gestern und Heute war wie schon so oft die OpenExpo. Dieses mal war Winterthur der Gastgeber.

Zur gleichen Zeit auch war die Business-Messe topsoft, welche mich aber nicht so begeistern konnte.

Auch dieses Jahr waren wieder viel interessante OpenSource Projekte anwesend. Unter anderem:

  • LPI
  • Drupal / Typo3
  • CA Certificat
  • Ubuntu CH / Fedora / FreeBSD / Gentoo
  • Moodle
  • amarok

Sehr interessant für mich war das Gespräch am Stand von LPI. Da ich in den Vorbereitungen von 101 bin und LPI die Prüfungen umgestellt hatte, konnte ich so viele nützliche Informationen erhalten.

Auch gab es endlich wieder eine neue Ubuntu-Swiss-Remix-CD (Was für ein Wort :) ). Die 7.04er die ich noch hatte war wohl doch ein bisschen veraltet :D

Besonders cool fand ich aber die offiziellen Vorträge mit eingeladenen Gästen und den Security Lap, wo Privatpersonen referieren konnten. Besonders den Vortrag über RFID und ePässe waren klasse und sehr lehrreich.

Insgesamt muss ich sagen, es hat sich sehr gelohnt :) Nächstes Jahr wieder!

Wer war auch da?

Bundestrojaner goes GPL

Posted in Linux, OpenSource, Programmieren, Software, Windows on August 31st, 2009 by Patrick – 13 Comments

Man hat ja schon lange mal darüber gesprochen, dass der Bundestrojaner für Deutschland in der Schweiz programmiert worden sei.

Doch nun gibt es handfeste Beweise! Der Programmierer Ruben Unteregger, ehemaliger Angestellter des Schweizer Unternehmen ERA IT Solutions, packt aus.

Für den Trojaner selbst und dessen Entwicklung gilt zwar Geheimhaltungspflicht, doch die Softwarerechte sind immer noch im Besitz von Ruben, weshalb er den Sourcecode auch teilweise unter der GPL veröffentlichen konnte.

Details zu Ruben und seiner Arbeit bei ERA IT Solutions findet man in einem Interview mit ihm, welches durch Gulli zustande kam.

Der Trojaner selbst gibt es in zwei Versionen: Mini- und Megapanzer.

Der Megapanzer wurde nur Stückchenweise veröffentlicht, wogegen der Minipanzer, die abgespeckte Version, voll und ganz verfügbar ist.

Da leider ein Geheimhaltungsvertrag zwischen Ruben und seinem Ex-Arbeitgeber besteht, gibt es nur Spekulationen über den Auftraggeber und leider keine eindeutigen Beweise, dass da wirklich die Regierung mit drinhängt!

Laut Ruben bietet der Trojaner noch keinen Support für Linux, erst für Windows XP. Doch wie lange das wohl noch so bleibt?

Ich finde das ganze sehr beunruhigend, sollte da tatsächlich die Regierung mitmischen! Gleichzeitig habe ich grossen Respekt vor Ruben und vor seiner Arbeit und dem Schritt, den Code öffentlich zu machen.