Piwik die Alternative zu Google Analytics
Dieser Beitrag wurde vor über 3 Monaten veröffentlicht. Die darin beschriebenen Informationen sind mit Vorsicht zu geniessen, da sie bereits veraltet oder nicht mehr gültig sein könnten. Solltest du von Neuerungen oder Verbesserungen wissen, so freue ich mich über einen klärenden Kommentar.Vor nun fast einem Jahr habe ich die Analyse der Besucher für diesen Blog von Google Analytics auf die Opensource-Lösung Piwik umgestellt.
Dies hatte den Grund, dass ich in Google Analytics nie die Kennzahlen und Informationen herausholen konnte, die ich gerade wollte. Nun nach fast einem Jahr, kann ich zurückschauen und sagen, es war ein guter Entscheid.
Piwik sieht nicht nur gut aus, es stellt die benötigten Informationen in tabellarischer oder grafischer Form dar. Und zwar alles so geordnet und aufbereitet, dass ich mit nur einem Blick alle Trends und sonstigen Informationen erfassen kann.
Ich sehe also nicht nur, wie viele Personen mich besucht haben, sondern sehr wichtig auch, zu welcher Zeit am meisten rumgesurft und neue Beiträge gelesen werden. Oder aber ich sehe sofort, welche Suchbegriffe zu welchen Artikeln geführt haben, wie viele Besucher einen Link geklickt haben oder welche Besucher wie lange auf meinem Blog verweilt haben.
All diese Informationen lasse ich in Verbesserungen einfliessen. So achte ich zum Beispiel darauf, dass neue Beiträge nicht noch am Abend späht erscheinen, denn die meisten lesen über den Mittag oder kurz vor Feierabend. Und wer will schon, dass einer meiner wertvollen Beiträge im Newsreader untergeht
Piwik als Software oder Webapplikation ist sehr anspruchslos. Es benötigt PHP, MySQL und einen Webserver. Für die Grafiken wird zusätzlich noch Flash verwendet.
Der Trackingcode ist wahlweise Javascript oder ein einfaches 1×1 Pixel Bildchen.
Cool an Piwik finde ich den Aufbau in Plugins. So kann ich Funktionen die ich will oder eben nicht wahlweise ein- oder ausschalten. Auch kann ich die Übersicht anordnen und arrangieren, so wie ich sie am liebsten ansehe.
Seit kurzem habe ich sogar eine Art “Lieblingsplugin”, welches ich letztens hier entdeckt habe. Es befindet sich zwar noch in der Beta-Phase, läuft bei mir aber bis auf ein paar kleine Mankos sehr stabil und sauber.
Es zeichnet mit einem zusätzlichen Javascript-Codeschnipsel auf, wo ein Benutzer geklickt hat auf der Seite.
Sehr interessant finde ich das um zu sehen, wohin die Maus eines Benutzers als erstes wandert. Dies Hilft bei der Positionierung von Ankündigungen und Eyecatchern Mousecatchern.
Das Plugin gibt es übrigens hier zu holen und heisst ClickHeats. Eine Installationsanleitung mit Beispiel findet man hier falls nötig.
Eine weitere Funktion die Piwik von Haus aus mitbringt sind sogenannte “Ziele”.
Ein Ziel ist erfüllt, wenn zum Beispiel ein bestimmter Link geklickt wird. Dabei kann übrigens auf Wildcards oder Regex zurückgegriffen werden.
Interessant ist diese Funktion insbesondere, da ich Google Adsense darüber überwache und sich in letzter Zeit dadurch gezeigt hat, dass bei Google viele Klicks einfach unterschlagen werden. Da wird wohl noch eine Rücksprache erforderlich und ich werde mein Werbekonzept überdenken. Aber das ist ein anderes Thema.
Weiter werden für Piwik in regelmässig unregelmässigen Abständen Updates veröffentlicht. Diese können gleich über die Auto-Update-Funktion eingespielt werden. Probleme hatte ich damit bisher noch nie und ich habe sie schon einige Male verwendet.
Sehr nützlich ist auch die Funktion eMail-Berichte, welche sich über das Plugins-Menu aktivieren lässt. Damit kann wahlweise täglich, wöchentlich oder monatlich ein PDF von ausgewählten Kennzahlen erstellt und via eMail an eine beliebige eMail-Adresse gesandt werden.
Sehr praktisch wenn man Kunden hat, die gerne mehr über ihre Webseite wissen möchten.
Etwas Negatives kann ich an Piwik bis heute nicht finden, höchstens dass es manchmal vorkommt, dass die Flashdiagramme nicht immer geladen werden. Da hilft aber ein Refresh und dann ist alles gut, somit ist das nicht wirklich ein negativer Punkt.
Auch habe ich gelesen, dass oft geschrieben wurde, Piwik würde sich in der Datenbank sehr schnell sehr gross machen. Dies kann ich auf keinen Fall unterzeichnen, denn alle meine Datenbanken zusammen (darunter auch die vom Blog hier und noch 6 weitere) benötigen zusammen nicht mal 100MB.
Ja was gibt es noch zu schreiben, ich kann das Webtool wirklich nur empfehlen, es braucht zwar etwas mehr Konfigurationsaufwand als Google Analytics aber es arbeitet exakt und detailliert. Klare Empfehlung von mir!
Wer es mal gerne erst ausprobieren möchte: hier gibt es eine Demo.
Übrigens: Es gibt auch iPhone und Android-Apps fürs Monitoring auf dem Smartphone oder Tablet
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