Lieber ISP, darf ich bitte Pornos gucken?

Grossbritannien macht es vor, der Pornoblocker soll eingeführt werden. Über Gesetzestexte will die Regierung allen ISPs der Insel verbieten erotische Inhalte auszuliefern. Als Grund dafür wird der Jugendschutz vorgeschoben…

Die Schweizer Politik, oder besser gesagt der SVP-Nationalrat Theophil Pfister hat diese Idee nun aufgeschnappt, und will das KINDERnet so auch in der Schweiz umsetzen.
Ja wieso denn auch nicht, führen wir doch einfach mal einen landesweiten Filter ein, der allen Traffic eines Landes analysiert und unpassende Inhalte filtert! Vorsicht China, wir holen auf!!
Wer dann aber nicht auch pornografische Inhalte verzichten will, der kann bei seinem ISP eine entsprechende Anfrage hinterlegen: „Lieber ISP, darf ich bitte Pornos gucken?“

Nur um das klar zu stellen:
Die Grundidee, Minderjährigen den Zugang zu pornografischen Inhalten zu erschweren oder verunmöglichen, finde ich gut, jedoch nerve ich mich daran, wenn Politiker ihre Inkompetenz durch technisch unmögliche Vorstösse überspielen wollen!
Und wie gut das technische Verständnis von dem St. Galler-Nationalrat tatsächlich ist, darüber gibt es bereits klare Meinungen:

Theophil Pfister ist seit 1999 Nationalrat der SVP. Berufsbegleitend ist der ausgebildete Landwirt, Maschinenmechaniker und Konstrukteur auch noch Webmaster und offensichtlich Experte im Umgang mit Frontpage 98! Nervige Laufschriften, Deadlinks und Tabellen mit unleserlichem Text sind seine Spezialität. (von Denis Simonet)

6 Kommentare bei „Lieber ISP, darf ich bitte Pornos gucken?

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