alea iacta est – Teil 2

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Mein Bot ist nun soweit geschrieben und mit Intelligenz gefüllt. Was ihm nun noch fehlt, sind ein paar Tests, danach werde ich (zumindest Auszüge daraus) auch hier veröffentlichen.

Doch noch ein paar Worte zu meinem Vorgehen:
Eigentlich wollte ich die Kommunikation von Script zu Server via dem virtuellen Device /dev/tcp abwickeln. Schon relativ früh zeigte sicher aber; das ist so nicht lösbar!
Das Problem dabei ist, dass sobald irgendetwas auf den Device umgeleitet wird, wird die TCP-Verbindung neu aufgebaut und nach dem Senden auch gleich wieder getrennt. Geplant ist aber, dass die Verbindung nur einmal hergestellt und dann natürlich auch gehalten wird…

Somit musste ich kurzerhand umdisponieren und bin auf eine andere Möglichkeit mittels Netcat ausgewichen. Dabei wird, wie hier schon zu lesen war, mittels der Option -e nach dem Verbinden ein Script gestartet. Die Kommunikation verläuft dabei über die Standard-Ein- und -Ausgabe. Jegliche Teile der Verbindung werden von Netcat geregelt, wodurch ich mich voll und ganz auf die KI konzentrieren kann.

Doch nun zum Wichtigsten: Die Strategie!
Ich habe in ein paar kurzen, manuellen Spielen ein paar Taktiken ausprobiert. Zur Zeit umgesetzt sind:

  1. Liege ich im Rückstand, muss ich risikofreudiger werden.
  2. Liege ich weit vorne, kann ich sicherer spielen.
  3. Speichert mein Gegner selten, kann ich sicherer spielen

Doch irgendwie reicht mir das noch nicht aus für meinen Bot.
Wenn also jemand noch weitere Ideen hat, dann immer her damit 🙂 Jeder Input ist willkommen!

7 Kommentare bei „alea iacta est – Teil 2

  1. Wie wärs mit ein bisschen Wahrscheinlichkeitsrechnung?
    Wenn der Bot gerade eine 6 gewürfelt hat, würfelt er öfter ohne zu speichern, wenn er eine Glückssträhne hat speichert er häufiger?

    1. Guter Input. Ich habe es bisher immer absichtlich weggelassen, denn die Chance eine 6 zu würfeln ist rein logisch / mathematisch ja bei jedem Wurf gleich gross (also 1:6).

      Klar, rein praktisch ist die Chance nach einer 6 gleich nochmals eine 6 zu würfeln sehr klein – aber die Zufallszahl wird ja vom Computer errechnet, somit war ich der Meinung, dass es sich an der logischen Variante orientiert…

      Oder meinst du ich habe etwas falsch verstanden?

      1. Der Würfel (ob physisch oder elektronisch) hat kein Gedächtnis. Zwar ist ist die Wahrscheinlichkeit zweimal hinter einander eine 6 zu würfeln kleiner als einmal, aber nach der ersten 6 ist die Wahrscheinlichkeit für die zweite 6 1:6, danach für die dritte 6 wieder 1:6 usw. Also: NACH einer 6 eine zweite 6 zu würfeln ist so wahrscheinlich wie nach einer 5 eine 6 zu würfeln!

        1. Rein Mathematisch ja, wie schon gesagt ist die Chance immer 1:6.
          Jedoch rein praktisch ist die Chance nach einer 6 gleich nochmals eine 6 zu würfeln kleiner…

        2. Zum Würfel:
          Das muss man immer in Relation sehen.
          6 6 zu würfeln ist genau so wahrscheinlich wie 6 5 oder 1 4 zu würfeln.
          Aber es gibt ja nicht nur eine zweite Möglichkeit, sondern noch weiter vier. Dadurch „verringert“ sich die Wahrscheinlichkeit, da es einfach mehr alternativen gibt.

          Anders formuliert: Die Wahrscheinlichkeit eine 6 zu Würfeln liegt bei 1:6. Die Wahrscheinlichkeit eine andere Zahl zu Würfeln bei 5:6. Daher ist es wahrscheinlicher eine andere Zahl zu würfeln und die Wahrscheinlichkeit für die 6 „geringer“.

          Es heißt hier eben nicht 6 oder 5 sondern 6 oder eine andere Zahl.

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