SELinux mag kein VMware
Da ich soeben einen neuen PC erhalten habe, musste ich mein Fedora 12, mit welchem ich mich während der Arbeit rumschlage, neu installieren.
Das ganze war ja keine wirklich grosse Sache, neu installieren, Paketliste importieren und Home-Verzeichnis kopieren.
Trotzdem gibt es ja auch noch Pakete wie VMware Workstation, welche nicht im Repository gelistet sind.
Und gerade zum Testen finde ich VMware das beste was es gibt.
Die Installation von VMware ist ja spätestens seit Workstation 7 überhaupt kein Problem mehr. Downloaden, ausführen und dem Agent folgen. Doch nach der Installation, noch vor dem ersten Start, meldet VMware Workstation, dass es gerne noch ein paar Module kompilieren und in den Kernel laden würde. Doch als nach 20 Minuten immer noch nichts passiert ist, wurde ich stutzig.
Also habe ich mir während dem Starten mal die laufenden Prozesse angesehen, und auffällig war, dass sobald VMware mit seinen Anpassungen loslegen sollte, schnelle SELinux in die Höhe…
Also habe ich SELinux mal temporär deaktiviert:
1 | echo 0 >/selinux/enforce |
Und man glaubt es kaum, plötzlich macht auch VMware was es sollte…
Für mich wirft sich nun die Frage auf, wieso SELinux blockiert, ohne etwas zu melden?
Will man SELinux dann wieder aktivieren reicht ein reboot oder folgender Befehl:
1 | echo 1 >/selinux/enforce |
Oder man macht es wie ich und setzt in der Datei /etc/selinux/config den Punkt SELINUX auf disabled:
1 2 3 | # disabled - No SELinux policy is loaded. SELINUX=disabled # SELINUXTYPE= can take one of these two values: |
Nun ist SELinux nach einem Reboot komplett deaktiviert und wird sich nie mehr einmischen.
Willkommen auf meinem Blog über Informatik, Technik und Linux.