Gedanken zu IPv4 / IPv6
IPv4 steht für Internet Protocol Version 4 und ist unser aktuelles Internet Protokoll.
In IPv4 sind Adressen, wie sie jeder technisch versiertere User täglich braucht. Sie bestehen aus 32 Bit und werden in 4er Blöcke zu je 8 Bit unterteilt.
Diese 8 Bit sind dann auch der Grund wieso jedes der 4 Blöcke nur eine Zahl von 0 bis 255 beinhalten kann.
Doch in diesen insgesamt 32 Bit liegt auch das Problem. Dadurch lassen sich gerade mal 4’294’967’296 IP Adressen abbilden und diese sind auch bald schon alle Verbraucht…
Laut Schätzungen werden im Jahre 2010 die letzten IPv4 Adressen vergeben und dann ein Jahr später schlussendlich IPv6 Adressen verteilt.
IPv6, gerne auch Internet Protocol next Generation genannt, besteht aus 128 Bit Adressen und kann damit etwa 340 Sextillionen Adressen verwalten. Dadurch muss nicht mehr mit öffentlichen und privaten Adressen gearbeitet werden, sondern jedes Gerät könnte seine eigene feste IP haben, wodurch DHCP Dienste im Grunde genommen überflüssig werden.
Eine IPv6 Adresse kann etwa wie folgt aussehen
1 | 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7347. |
Ich mache mir jedoch ein bisschen Sorgen, wie man sich so eine IP merken soll. Denn wie oft kam es bei Arbeiten im Netzwerk vor, dass man kurz eine IP Adresse merken oder aufschreiben muss. Bei 32 Bit war das ja einfach, doch bei 128 Bit…?
Weiter frage ich mich, wie lange es dauern wird, bis auch der Bereich von IPv6 Adressen zu klein wird… Und was dann? Kommt dann IPv8 mit 1024 Bit und IP Adressen im 100 stelligen Bereich? Und wie sieht dann IPv10 erst aus?
Wo führt das nur hin…
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Ich glaube, da tut uns kein Zahn mehr weh, wenn die IPv6 Adressen knapp werden
Naja, wenn dann bald mal jeder Kühlschrank, jede Mikrowelle, jede Kaffeemaschine und sogar vielleicht mal jeder Mensch eine eigene IP Adresse bekommt, dann könnte man bei IPv6 auch an Grenzen stossen…
grz
Wohl eher nicht, da jedem Menschen dann im Schnitt 5*10^27, (also eine 5 und dann 27 Nullen) Adressen zur Verfügung stehen würden. So viele Kinder können wir wohl leider nicht zeugen.
Bis dahin wird das gesamte Konzept des Internet und der IP-basierten Kommunikation sicher durch ein anderes ersetzt worden sein.
Hoffe ich doch.
So eine IP merkt man sich genauso, wie man sich auch die Nummer eines Schließfachs etwa am Bahnhof merkt: Man macht mit seinem Handy ein Foto. Da muss dann nicht mal ein Baum für sterben.
Bevor IPv6 zu knapp wird implodiert die Sonne in ‘ner Supernova…
gut möglich, aber hat man hat sich sicher auch ähnliches gesagt als man IPv4 eingeführt hat
grz
667 Billiarden IP-Adressen pro Quadratmillimeter Erdoberfläche.. hab ich mal gelesen…
ach ja… noch schnell dies:
$ concalc 2^128
3.40282366920938463e+38
Was 340 e+36 entspricht und dies wiederum sind 340 Sextillionen… Was willst du damit aussagen?
Hallo Patrick. IPv6-Adressen merken ist eigentlich total einfach. Denn die Entwickler haben sich da was schlaues ausgedacht. Führende nullen und ganze Oktette mit Nullen dürfen bei der einfachen schreibweise weggekürzt werden. Habe darüber (schulbedingt) schonmal einen Post verfasst. http://noqqe.de/?p=363
wenns dich intressiert
@noqqe
Vielen Dank, genialer Artikel
Doch bis auf ::1 finde ich die Adressen auch trotz Kürzungen noch sehr kompliziert…
grz
naja genial ist übertrieben
aber danke trotzdem. deiner ebenso 
Ja einfach ist schon anders, da hast du recht. aber Fortschritt hat eben auch einbußen :-/
Man soll nicht alles glauben…
Ich habe schon ca. 1995 das erste Mal gehört, dass uns die IPv4-Adressen bald ausgehen werden und im selben Kurs von IPv6 gehört, das man ganz fix bis 1998 weltweit einführen wolle…
Inzwischen sind 15 Jahre ins Land gezogen, und es ist nichts passiert. Gut, ein paar Provider setzen auf IPv6 im Backbone…
Ich glaube auch, dass uns jetzt die IPv4-Adressen nicht so bald ausgehen werden. Es gibt noch jede Menge Einsparungspotenzial, ua. verwenden viele Großkonzerne intern öffentliche Adressen ohne wirkliche Notwendigkeit, und die US.-Unis haben sich in der Anfangszeit ganze Klasse-A-Blöcke reserviert.
Dass bei IPv6 theoretisch genügend Adressen für Alles und Jedes vorhanden sind, stimmt, jedoch wird es die “fixe” IP-Adresse trotzdem nicht geben. Das würde schlicht das Routing unmöglich machen, weil die Bereiche nicht zusammengefasst werden könnten. Und ein riesiges Netz ohne Grenzen über die ganze Welt wäre der feuchte Traum von Spionen und der Albtraum aller anderen. Aus demselben Grund werden auch weiterhin nicht-öffentliche Adressen benötigt, denn diese sind der erste und entscheidende Schritt zu einem Schutz vor Eindringlingen.
du kannst 600 Billiarden IP Adressen auf jeden Quadratzentimeter der Welt pflastern. Also erst wenn wir ein Weltumspannendes Netz von Nanobots haben, die ihre eigene Adresse besitzen könnte es knapp werden, ansonsten kannst du auch auf ein Quadratzentimeter große Rechner bauen und die bis in den Weltraum stapeln und die Adresen würden immernoch reichen…
@Jazz JAU _DER_ Vergleich gefällt mir!
Also mit also mit IPv6 reichen die Adressen wohl endgültig für die (nicht grenzenlose
) Ewigkeit. Wegen der Adress-Merkerei: DNS spielt in IPv6-Netzen halt eine deutlich wichtigere Rolle – ein Name lässt sich sicher ganz gut merken, sogar leichter als eine IPv4-Adresse 
Die Zahl der verfügbaren IPV6 Adressen ist natürlich immens. Trotzdem denke ich das auch diese Adressen irgendwann nicht mehr ausreichen werden. Auch wenn pro Person X-Millionen Adressen vorhanden sind so lässt sich die Anzahl der Adressen doch recht schnell verkleinern. Man schaue sich einfach mal unsere Industrie an die z.B. jede Ware mit einer IPV6 Adresse versieht um z.B. die Ware online verfolgen zu können. Also so etwas wie die Seriennummer nur eben Online und schwupp ist es die Menge der Adressen schon nicht mehr so hoch. Das ist nur ein Beispiel von vielen die aber bestimmt in irgendeiner Art kommen wird.
Gruß
Martin
wie wärs damit
2001::::192:168:2:3
für Private Lan oder sogar Firmen, könnte man doch solche adressen vergeben
würde was dagegen sprechen?
@trop
Die Idee ist gar nicht mal so schlecht, aber ich glaube da hat man sich bereits ein Konzept überlegt, deine Idee ist wohl ein paar Jahre zu spät
grz
@mreczio
Genau sowas habe ich mir auch gedacht… Auch wenn es heute noch unvorstellbar ist; so war es das selbe mit den IPv4 Adressen doch auch.
Als diese eingeführt wurden, haben wohl auch alle gesagt, dass die mal für Ewig halten werden…
grz
Was ich mich ja schon seit langem zum grundlegenden Aufbau von IPv6 frage: Warum benutzt man Doppelpunkte?
@Kiriranschero
Da kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen. Vielleicht weiss @noqqe da mehr…
grz
@Patrick
Ouh. Nein leider kann ich dir das auch nicht sagen :/
@noqqe
Ich denke, dass so einfach Überschneidungen zwischen IPv4 und IPv6 vermieden werden sollen. Durch die Reduktion, also das Weglassen von Nuller-Blöcken, könnte es vorkommen, dass eine Adresse herauskommt, die mit der Punktschreibweise auch eine IPv4-Adresse darstellen könnte.
@Phil
Klingt logisch.
So wird es sein
grz
Du hattest schon ein Abschreibefehler
2001::0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7347. <- die wäre gültig
Nach den ersten 4 Ziffern kommen 2 Doppelpunkte… warum auch immer, aber der Standard ist so definiert… Vermutlich damit man weiss wo der Anfang ist bei dem Scheiss.
@Stefan
Der Fehler scheint eher in deiner Überlegung zu stecken….
Alle 4er Blöcke werden mit einem Doppelpunkt getrennt, zwei Doppelpunkte stehen für ein 4er Block aus nur Nullen und können dadurch weggelassen werden.
Deine Adresse wäre demzufolge also 2001:0000:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7347 und besteht somit aus 9 4er Blöcke was eine ungültige Adresse ist.
Übrigens, die IP ist von Wikipedia…
grz