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28.September 2009 / Patrick

Erfahrungen mit neuem DL380 g3

closeDieser Beitrag wurde vor über 3 Monaten veröffentlicht. Die darin beschriebenen Informationen sind mit Vorsicht zu geniessen, da sie bereits veraltet oder nicht mehr gültig sein könnten. Solltest du von Neuerungen oder Verbesserungen wissen, so freue ich mich über einen klärenden Kommentar.

Seit kurzem bin ich stolzer Besitzer eines laut surrenden, 27 Kilo schweren HP DL380 g3.

In der Hoffnung möglichst viel aus dem Server herauszuholen, habe ich mich für ein ESXi als Betriebssystem entschieden.

Die Wahl viel eigentlich relativ schnell, da ich so mehrere Server betreiben kann. Ein weiterer Vorteil von ESXi gegenüber allen anderen Virtualisierungssystemen die ich kenne ist, dass man mehr einer vMaschine mehr Ressourcen zuordnen kann als eigentlich vorhanden ist. Und da ich “nur” 2x 2.8Ghz und 4GB Ram (soll bald auf 6GB aufgerüstet werden) zur Verfügung habe, kann dies noch ganz praktisch sein.

Doch bevor ich das OS installierte, wollte ich erst noch das RAID einrichten. (Vorab; im Server stecken zwei 18GB und zwei 72GB Platten.)

Aufgrund der Konstellation der Platten fiel meine Wahl recht schnell. So wurden die beiden 18GB Platten mittels RAID 1 und die 72GB Platten zu einem RAID 0 zusammengefasst.

So war das Betriebssystem, welches auf den 18er beherbergt wurde durch ein RAID geschützt.

Doch zurück zur Installation: So schnell die Wahl auch viel, umso länger dauerte die Installation. Begonnen habe ich mit dem normalen ESXi 4.0 von der VMware-Seite.

Als ich mich nach einem erfolglosen Installationsversuch weiter umgesehen habe, bin ich auf ein ESXi 4.0 for HP gestossen. Doch auch dies wollte den modifizierten  Linuxkernel, welcher die Basis von ESX und ESXi bildet nicht booten lassen.

Nach erneuter Suche habe ich ganz am unteren Ende der VMware-Seite einen unscheinbaren Link ausgemacht:

“VMware ESXi 4.0 is certified to run on a broad range of 64-bit hardware. For 32-bit hardware support, download the previous version, VMware ESXi 3.5.”

Also habe ich auch noch ESXi 3.5 auf CD gebrannt und gebootet. Und siehe da!! Nach gerade mal 15 Minuten war das Betriebssystem installiert und konnte gestartet werden.

Einrichten und Konfigurieren des ganzen geht problemlos über die ein bisschen farblose Oberfläche. Und viel mehr als eine statische IP muss man hier auch nicht tun. Praktisch hierbei war für mich, dass ich, dank dem iLO Port (ähnlich einer Remote Management Karte), das ganze ohne weiteren Bildschirm und Tastatur managen konnte.

Dann war es endlich soweit!

Vom Server selbst kann man dann den VMware Infrastructure Client herunterladen, welche, entgegen meinen Erwartungen, nicht nur für Windows verfügbar ist.

Diese kurz installiert und schon wird auf den Server verbunden. Als erstes sollte man hier das Passwort ändern, ausser man steht auf Überraschungsbesucher :)

Nachdem auch das erledigt ist, kann man schon seine ersten virtuellen Server anlegen. Besonders gut gefällt mir hier, die Möglichkeit ein ISO oder Laufwerk vom lokalen Computer direkt dem Server zu übergeben.

Das Aufsetzten einer neuen VM ist sichtlich einfach und genau gleich gehalten wie bei allen anderen VMware Produkten. Dadurch war schon nach kurzer Zeit mein erster Ubuntu 8.04 LTS Server verfügbar und online.

Doch bevor ich loslegte, wollte ich erst noch die VMware Tools installieren. Dazu gibt es den Menupünkt “Install VMware Tools” unter VM.

Nach einem Klick darauf habe ich auf eine Rückmeldung meines Servers gewartet – leider vergebens. Unwissend ob es nun geklappt hat oder nicht, machte ich mich auf die Suche nach einer Hilfestellung und bin dabei über einen Beitrag von Roman gestolpert, womit sich auch dieses kleine Problem lösen liess.

Da der DL380 Server alles andere als Stromsparend ist, wollte ich auch noch WOL aktivieren. Vom Einrichten von WOL auf einem Client wusste ich noch, wie mühsam es sein kann, war jedoch umso erstaunter, als sich die ganze Konfiguration in einem Punkt im BIOS verflüchtigte.

Nach ca 2 Stunden war mein ESXi-Server aufgesetzt und konfiguriert und mein erster virtueller Server online und ich glücklich :)

Fotos folgen noch :)

  • Micha

    Hi,

    cooler Artikel. Draf man mal fragen, was dich der Spaß gekostet hast? Ist das ein Neu- oder Grebrauchtgerät?

    Grüße Micha

  • Rorschach

    Hi,
    ich hab mal eine Frage und zwar was ist denn der Vorteil einem Gast mehr Rescourcen zuzuteilen, als eigentlich vorhanden sind?

    Und wäre bei knappen Rescourcen nicht KVM die bessere Wahl gewesen? Laut RH und anderen Berichten ist das Verhältnis 5:3, also auf einem Host auf dem du 3 ESX-Gäste laufen lassen kannst, kannst du mit dem selben Rescourcenverbauch 5 KVM-Gäste laufen lassen.

  • Gordon

    Seit wann gibt es den VI-Client als Nicht-Windows-Version? Ich bin schon sehr lange auf der Suche danach. Und seitens VMware wird man darauf vertröstet, das WebInterface zu nutzen. Dieses ist, sagen wir mal sachte, nicht benutzbar. Schon gar nicht, wenn man den ESX im Clusterbetrieb mit HA laufen hat.

  • Patrick

    Micha, gar nichts :) Das Gehäuse ist alt, jedoch neu bestückt. Ist eine lange Geschichte, doch schlussendlich läuft es auf gratis hinaus :D

    Rorschach, als Beispiel: Wenn ich zwei vServer habe, welche auch mal ein bisschen Ressourcen brauchen könnten, wenn sie benutzt werden, muss ich diesen je 2gb RAM geben. Nun, da ich nur 4GB habe wäre mein Potenzial relativ schnell ausgeschöpft. Auf eine Art wäre es ja auch Verschwendung, denn wenn die Server ruhig laufen, haben diese zwar 2GB reserviert, jedoch aber brauchen sie nur je 512MB.
    Nun kann es ein Vorteil sein, dass ich mehr Ressourcen zuweisen kann um nicht nur zwei sondern sechs VMs zu betreiben. Solange nicht alle 6 auf voller Last laufen, wird dies auch kein Problem werden… solange :) Somit glaubt jede VM sie hätte viel Ressourcen, in Wirklichkeit ist es aber eine Art Shared-Ressource…

    grz

  • Patrick

    Gordon, du hast recht, entschuldige für die Aufregung – hab mich da verguckt… Hab ausversehen die VMware Infrastructure Remote Command Line für den VI Client gehalten.
    Ich kenne das Tool noch nicht, aber laut Beschreibung sollte sich damit der Server auch steuern lassen?

    grz

  • mindfuckup

    Genial, falls du SSH-Zugriff willst:

    http://www.security-blog.eu/2008/09/29/esxi-ssh-einschalten/

    Super!

  • SnowMann
  • Gordon

    Und ich hatte schon Hoffnung. Der VI-Client ist eine wunderbare Software. Zur Verwaltung von Virtualisierungslösungen das beste, dass ich kenne. Citrix XenCenter ist mies, Hyper-V war, wenn ich mich recht erinnere, auch nicht das gelbe vom Ei. VMware bietet hier wirklich das Beste.
    Und ja, mit dem VI-Client kannst du den ESX/ESXi-Server, (bei Clustern) den VI-Center-Server und den VMware-Server 2 ansprechen und administrieren.

  • Patrick

    Dank dir SnowMann :) Hab mir Citrix schon angesehen, aber wie Gordon schon betonte, ich finde es einfach nicht vergleichbar mit ESXi… Und da ich den ganzen Tag nur ESX um die Ohren habe, war es wohl auch noch die Macht der Gewohnheit :)

    grz

  • Yoschi

    Also das Teil ist schwer, fett und nicht gerade stromsparend. Wäre es nicht besser/günstiger fürs Heinnetzwerk ein NAS zu nehmen?

  • Patrick

    du hast laut vergessen yoschi^^ Ich hab das Teil gratis bekommen. Und wie heisst es so schön: Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul!

  • Yoschi

    Naja in dem Fall Viel Spass damit. Ich würde es selbst Geschenkt nichtmal irgendwo stehen haben wollen.^^

  • http://root1024.ch root1024

    Hey gratz du deinem Server. Mögen in Zukunft viele VMs darauf laufen ;-) .

  • Patrick

    @root1024
    Dank dir, wünsch ich dir auch für deinen “Server” :P