Eierlegende Wollmilchsau im Eigenbau

Heutzutage hat doch fast jeder ein kleines Netzwerk zu Hause. Auch bei mir stehen diverse kleine Stromfresser herum, welche wie wild um sich blinken und alle nur eine Aufgabe erfüllen.

Wäre es da nicht besser, wenn man alles in einem Gerät hätte?

So hat mich einer meiner Lehrer auf den richtigen PC aufmerksam gemacht: ALIX.

Dies ist

– ein voll funktionsfähiger Computer
– mit weniger Ressourcen
– kleinem Stromverbrauch
– Massen nicht grösser als ein herkömmlicher Router
– schweizer Produkt
– und (fast) beliebigt erweiter- und kombinierbar

Der PC selbst muss man sich hier zusammenstellen. Je nachdem welches Mainboard man wählt, hat man mehr oder weniger Anschlüsse. Ich habe mich für den Alix2d2 entschieden. Dieser hat zwei miniPCI, zwei USB- und zwei LAN-Anschlüsse.

Als Storage kommt eine 4GB Flash-Karte zum Einsatz, welche in den Tests mehr als gereicht hat.

Das perfekte OS nennt sich IPFire. Dies ist ein Betriebssystem auf Linuxbasis, welches man mit Addons erweitern kann. Deshalb ist es nicht nur eine klasse Firewall, sondern kann auch als VPN-, Mail-, P2P-Server und vieles mehr verwendet werden.

Doch nicht nur das, dank den zwei LAN-Anschlüssen kann das Kästchen auch als Router verwendet werden. Und wenn man sich auch noch eine WLAN-Antenne dazukauft, so darf man auch noch ein WLAN vor den Router hängen 🙂

Rundum eine eierlegende Wollmilchsau!

8 Kommentare bei „Eierlegende Wollmilchsau im Eigenbau

  1. Wieso kein günstigen Atom? Versteh mich nicht Falsch ich kenn die ALIX Systeme gut 🙂 Ich hatte einen Homeserver zusammenbebastelt auf ALIX Basis, war aber von der Performance enttäuscht (Bacula Backup dauerten ewig)

    Meine neue Lösung die aktuell in der Mache ist, sieht einen Atom CPU auf ION Basis vor. Dieser Wird können:

    VPN-Server
    Storage
    TV-Karte und MovieCenter (inklusive HD Wiedergabe)

    DNS und Routing übernimmt weiterhin mein Linksys WRT54GL einfach weil ich das Ding liebgewonnen habe. Aber der Atom wäre dazu durchaus auch selbst in der Lage.

    Vorteile gegenüber ALIX:

    flexible Ram Ausstattung
    höhere Performace
    Videoplayback aller wichtigen Formate

    Insgesammt kalkuliere ich mit 250-280Eur komplettpreis. 2 Gig Ram und 1TB Storage sollten reichen 🙂

  2. ich hab so ein ding (vorgängergerät) schon recht lange als firewall (3 lananschlüsse für eine dmz). die software die darauf läuft ist monowall (m0n0.ch) . keine probleme, günstig und praktisch ist meine Erfahrung.

  3. Hmmm ja nette Sache aber wenn man alles konsolidieren will geht das zu Lasten der Sicherheit (eigentlich soll Firewall ja physikalisch von Servern getrennt sein). Geht zwar z.B. mit dem c’t Server auch alles sicherer(er) durch Virtualisierung aber da brauchst dann auch schonwieder einen richtigen PC. Aber den kann man ja mit BOINC oder YaCy auslasten xD

  4. Wie schaut es denn mit dem Datendurchsatz aus?
    also LAN to WAN? Und selbe Frage mit aktiviertem QoS und dann noichmal mit VPN.

    Man findet leider nirgendwo für Router relevante Benchmarks (auch für Eigenbau)

    ach, und was hast du zahlt für dein Komplettsystem?

  5. @micha: Alle Infos findest du auf den im Artikel verlinkten Seiten.
    @ThreeM: Ein Alix ist auch nicht geeignet als Backup- / Homeserver, alleine des Speicherplatzes oder der Performance wegen…
    @Esra: Ich habe mir Monowall auch angeschaut. Jedoch gefällt mir IPFire besser, da es nicht „nur“ eine Firewall ist.
    @sph: Den Durchsatz habe ich bisher noch nie gemessen, sollte ich wohl mal 🙂 Der Preis bewegt sich so um die CHF 200.-

    grz

  6. hallo, habe auch ein alix-board, wenn auch ein anderes.. bei mir läuft das ding als musik-server, den ich via bluetooth (SE-handy) und wlan (iphone) oder via lan (jeder anderer rechner am netz) steuern kann. das ding läuft 24h mit ner 500GB 2,5“ platte und brauch auch unter last nicht mehr als 8 watt (weniger als mein router).. als fileserver taugs das ding allerdings nur bedingt, vorallem weil das ding nur ne 100MB NIC hat. ebenso taugt die performance nicht für mehr…

    auch nen atom schafft ja nicht mal ansatzweise nen gigabit auch nur ansatzweise auszureizen… habe hier so als fileserver nen mini-itx-board mit mobilen core 2 duo stehen, der knapp an an die gigabit grenzen kommt. läuft mit 3 festplatten als raidz, via opensolaris… sehr schick.. der läuft aber auch nicht rundum die uhr und verbraucht auch gleich mal etwas das dreifache des alix-rechners..

    habe übrigens nen debian drauf, hatte am anfang verschiedenste mini-distributionen, war dann am ende aber nicht immer sehr glücklich damit, vorallem weil viele verschlüsselung nicht so unterstützen, was das debian im gegenteil sehr gut kann..

    liebe grüße,
    papierschiff

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