vi oder nicht, dass ist hier die Frage

Es geht wieder einmal um den guten alten VIM. Für alle die ihn nicht kennen, schämt euch 😛

VIM oder auch VI ist ein viel gehasster Texteditor. Viele verabscheuen und boykottieren ihn, weil er sehr kompliziert ist. Andere lieben ihn, weil er sehr komplex ist und viele Funktionen besitzt.

Ich persönlich habe mich immer zu der ersten Gruppe gezählt, da mir der VI einfach zu kompliziert war, und ich weder Zeit noch Nerven hatte mich einzuarbeiten.

Doch wie es der Zufall wollte bin ich auf ein bestimmtes Feature gestoßen, welches, soweit mir bekannt, nur der VI bietet. Es nennt sich Syntax-Highlighting, und ist extrem nützlich für Linux-User wie mich, welche oft Shellscripts schreiben (müssen).

Um die Funktion aber aktivieren zu können benötigt man das Packet vim-gui-common, welches neben dem Highlighting noch viele weitere coole Funktionen mitbringt.

Um im VI von diesem Packet zu profitieren tippt man folgenden Befehl:

:syntax enable

Wenn der Editor die Sprache erkennt, wird der Syntax farbig hervorgehoben.

17 Kommentare bei „vi oder nicht, dass ist hier die Frage

  1. Syntax-Highlighting bietet doch mittlerweile jeder bessere Editor, so z.B. auch nano oder gedit. Dafür auf vi „umzulernen“ ist doch etwas overkill 😉

  2. So schwer ist vim auch nicht zu erlernen. Sobald man i drückt hat man einen „normalen“ Editor und ansonsten muss man nur wissen, wie man ihn beendet.
    Mir hat der cheat sheet sehr geholfen: http://www.gentoo.org/doc/en/vi-guide.xml

    Allerdings muss ich zugeben, dass ich gedit mittlerweile vorziehe, weil ich gerne mit der Maus arbeite und das einfach bequemer finde.

  3. Der mcedit (Editor des mc, Midnight Commander) kann das auch. Man könnte fast ketzerisch fragen: Welcher kann es denn nicht 😉

  4. Hallo,
    ich persönlich finde, dass vim einer der besten Editoren ist, die es gibt. Und gerade dass man ihn komplett ohne Maus benienen kann ist für mich ein Argument für den vim (Mit dem grafischen gvim kann man vim auch mit der Maus bedienen wenn man denn unbedingt will).
    Aber vim bietet halt richtig geniale Funktionen wie Markierungen, mit denen man sich stellen im Text Markieren kann und sehr schnell zwischen verschiedenen Textstellen hin und herspringen kann. Faltungen, Tabs, AutoVervollständigung, SplitScreens, schnelles Springen zu öffnenden/schließenden Klammern, Bearbeiten von Dateien direkt über FTP sowie schon angesprochen das navigieren im Dateisystem sind nur einige der genialen Funktionen.
    Es lohnt sich wirklich diesen Editor mal näher anzusehen. Am Anfang kommt einem alles sehr kompliziert vor, aber wenn man sich einmal die Grundlagen angewöhnt hat mag man diesen Editor echt nicht mehr missen.
    http://de.wikibooks.org/wiki/Learning_the_vi_editor ist eine sehr gute deutsche Anleitung, die ich nur empfehlen kann.
    Übrigens kann man sich einfach eine Datei ~/.vimrc erstellen und dort syntax on reinschreiben, damit man dies nicht jedes mal beim starten eingeben braucht.
    Unter Ubuntu und Debian Systemen ist auch meist der vim.tiny installiert, der einen eingeschränkten Funktionsumfang hat und einige ziemlich ungünstige Eigenheiten besitzt. Ich würde dazu raten mittels apt-get install vim den normalen vim zu installieren.

    Gruß
    zimon

  5. Was mich persönlich bei GVim hält ist die möglichkeit den Editor zu spalten und mehrere Dateien gleichzeitig im Blick zu haben, anstatt immer mit Tabs durchzugehen.
    Können das auch andere Editoren? Ich nehm mal an Emacs, aber sonst noche einer?

  6. VIM ist für mich vor allem auf Servern ohne X-Server einer der besten Editoren. Aber auch auf einem grfischen System nutze ich ihn ab und zu.

  7. ich benutze JOE. Da gibts Syntaxhighlighting und Markierungen und den ganzen Kram aber keinen Befehlsatzoverkill (STRG+K h bringt einen schnell weiter)..

    vim braucht man allerdings doch manchmal, vor allem bei vorinstallierten minimalsystemen kommt man oft nicht an was anderes..

  8. Ein ganz wichtiger Befehl ist noch „:h“ 😉
    Falls man mal nicht weiter weiß.

    Ich arbeite gerne mit Vim an kleineren Projekten. Für größere muss man da wohl sehr diszipliniert sein.
    Der Nerdtree ist schon toll, nur ist so etwas in der Art schon implementiert. :explore nennt sich das dann und nicht :NERDTree 😉
    Have fun
    Ralf

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