Wartungsfenster mit Hobbit

21. Februar 2010 Patrick Keine Kommentare

Besonders an einem Wartungsfenster ist die Enable/Disable-Funktion von Hobbit sehr hilfreich.
Schliesslich soll Hobbit ja nicht gleich jedes mal die Kavallerie alarmieren, nur weil während ein paar Wartungsarbeiten ein Server mal nicht verfügbar ist.
Doch bevor man Funktionen per WebGUI verwalten kann, muss man sich ein Passwort und einen berechtigten User setzen.

Dazu verwendet man am einfachsten htpasswd:

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sudo htpasswd -c /etc/hobbit/hobbitpasswd admin

Nun gibt man zwei Mal das gewünschte Passwort ein, und schon ist die Arbeit getan.
Nun kann man auf seinem Hobbitserver das WebGUI aufrufen und unter Administration > enable/disable zuerst den Server, und dann den gewünschten Server oder auch gleich alles deaktivieren. Einloggen kann man sich mit dem Benutzernamen admin und dem eben gewählten Passwort.

Weiter kann man noch einen Grund vermerken und je nach Dauer zwischen automatischem oder manuellem reaktivieren der Überwachung wählen.

Ganz praktisch ist auch der letzte Punkt, mit welchem man das Deaktivieren der Überwachung auf die Minute genau 5 Jahre im voraus planen kann :)

Zugriffsbeschränkung von Hobbit umgehen

19. Februar 2010 Patrick 2 Kommentare

Seit dem letzten Update von Hobbit hat auch ein neues Feature Einzug gehalten.
Bei der Installation von Hobbit über die Konsole wird man nach einer oder mehreren IP Adressen gefragt, welche Zugriff auf das Webinterface von Hobbit erhalten sollen.

Für mich ist das insofern ein Problem, da ich nicht immer vorhersagen kann, welche IP Adresse ich gerade haben werde, wenn ich den Status meiner Server abfragen will.
Also habe ich mit allem Möglichen versucht, mir Zugriff zu verschaffen. Leider lässt sich weder Regex, noch ein ganzer IP-Range definieren.

Eine Möglichkeit, trotzdem von überall Zugriff zu erhalten, wäre gewesen, einfach eine ältere Version von Hobbit zu verwenden, wo dieses “Feature” noch nicht implementiert ist! Doch das ist auch nicht die beste Lösung.
Leider wollte auch das Internet nichts sinnvolles ausspucken; anscheinend bin ich der Einzige mit diesem Problem…

Schlussendlich, beim ziellosen durchstöbern der Hobbit-Konfigurationsfiles bin ich auf die Datei hobbit im Ordner /etc/apache2/conf.d/ gestossen!
Darin gibt es drei Mal folgenden Eintrag:

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Allow from localhost ::1/128

Diese gilt es nur abzuändern in:

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Allow from all

und dann Apache neustarten:

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sudo /etc/init.d/apache2 restart

und schon ist dieses Problem aus der Welt geschaffen.
Von jetzt an komme ich von überall auf meinen Hobbitserver, egal welche IP ich habe :)

Kampf mit dem Citrix Receiver

5. Februar 2010 Patrick Keine Kommentare

Um auf ein paar unserer Server zugreifen zu können, musste ich heute auf meinem Fedora 12 den Citrix Receiver installieren.
Am Anfang war ich noch glücklich darüber, dass ich die Installation nicht unter Debian / Ubuntu durchführen musste, da es schon fertige RPM-Pakete von Citrix gibt für Fedora.

Frisch fröhlich habe ich mit der Installation des Paketes begonnen:

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rpm -i ICAClient-11.0-1.i386.rpm

Dummerweise besteht ein Abhängigkeitsproblem, also gleich mal yum durchrennen lassen:

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yum install ICAClient-11.0-1.i386.rpm

Doch dummerweise findet auch yum das benötigte Paket libXm.so.3 nicht…

Nach ein bisschen googeln habe ich dann herausgefunden, dass man unbedingt openmotif installieren muss. Doch auch das scheint nirgends in den Paketquellen vorhanden zu sein??
Also lade ich mir das Paket halt manuell herunter und installiere es:

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yum localinstall --nogpgcheck openmotif-2.3.1-1.RHEL3.0.i386.rpm

Soweit so gut, also gleich nochmal versucht den Receiver zu installieren.

Doch noch immer scheint libXm.so.3 nicht vorhanden zu sein… Nach weiterer Suchzeit auf Google habe ich noch ein weiteres benötigtes Paket gefunden:

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yum install libXaw

Doch damit wurde libXm.so.6 und nicht wie benötigt libXm.so.3 installiert. Also muss man noch ein bisschen bescheissen:

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ln -s /usr/lib/libXm.so.6 /usr/lib/libXm.so.3

Auch bin ich oft über die Aussage gestolpert, dass möglichweise ein paar Fonts rumzicken könnten:

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cd /usr/share/fonts/cjkuni-uming/
mv fonts.dir fonts.dir.disabled
mv fonts.scale fonts.scale.disabled

und dann war es endlich soweit:

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yum install ICAClient-11.0-1.i386.rpm

Jetzt konnte ich den Receiver endlich installieren.
Doch damit noch nicht genug, man sollte die Applikation ja auch starten können… Und genau daran haperte es noch!
Als Ausgabe erhielt ich immer:

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/usr/lib/ICAClient/wfcmgr: Zeile 197: Vereinbarung: Kommando nicht gefunden.

Doch nach ein bisschen Überlegen und Nachdenken war das ein kleineres Problem. Denn wenn man den Fehler so liest, so habe ich gleich an ein Problem mit der Eula gedacht. Also mal recherchieren, wie man das Anzeigen der Lizenz umgehen kann ;)

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touch ~/.ICAClient/.eula_accepted

Und von nun an kann ich auch unter Fedora alle Citrix Applikationen gebrauchen:

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/usr/lib/ICAClient/wfcmgr -icaroot /usr/lib/ICAClient

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Gedanken zu IPv4 / IPv6

21. Januar 2010 Patrick 28 Kommentare

IPv4 steht für Internet Protocol Version 4 und ist unser aktuelles Internet Protokoll.

In IPv4 sind Adressen, wie sie jeder technisch versiertere User täglich braucht. Sie bestehen aus 32 Bit und werden in 4er Blöcke zu je 8 Bit unterteilt.

Diese 8 Bit sind dann auch der Grund wieso jedes der 4 Blöcke nur eine Zahl von 0 bis 255 beinhalten kann.

Doch in diesen insgesamt 32 Bit liegt auch das Problem. Dadurch lassen sich gerade mal 4′294′967′296 IP Adressen abbilden und diese sind auch bald schon alle Verbraucht…

Laut Schätzungen werden im Jahre 2010 die letzten IPv4 Adressen vergeben und dann ein Jahr später schlussendlich IPv6 Adressen verteilt.

IPv6, gerne auch Internet Protocol next Generation genannt, besteht aus 128 Bit Adressen und kann damit etwa 340 Sextillionen Adressen verwalten. Dadurch muss nicht mehr mit öffentlichen und privaten Adressen gearbeitet werden, sondern jedes Gerät könnte seine eigene feste IP haben, wodurch DHCP Dienste im Grunde genommen überflüssig werden.

Eine IPv6 Adresse kann etwa wie folgt aussehen

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2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7347.

Ich mache mir jedoch ein bisschen Sorgen, wie man sich so eine IP merken soll. Denn wie oft kam es bei Arbeiten im Netzwerk vor, dass man kurz eine IP Adresse merken oder aufschreiben muss. Bei 32 Bit war das ja einfach, doch bei 128 Bit…?

Weiter frage ich mich, wie lange es dauern wird, bis auch der Bereich von IPv6 Adressen zu klein wird… Und was dann? Kommt dann IPv8 mit 1024 Bit und IP Adressen im 100 stelligen Bereich? Und wie sieht dann IPv10 erst aus?

Wo führt das nur hin…

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