Surface Pro 3 – ein guter Entscheid?

Nach langem hin und her, habe ich mich zu einem neuen Surface Pro 3 hinreissen lassen. Die Grösse und das Gewicht sprechen für sich, und der Stift ist genial besonders für mein Studium, wo trotz allem noch sehr viele Handnotizen anfallen.
Die letzten 2 Jahre bin ich mit meinem Macbook Air eigentlich sehr gut gefahren und so war ich mir nicht wirklich sicher, ob mir der Wechsel leicht fallen würde. Die grösste Hemmschwelle war aber wohl Windows 8.1, dass vor 2 Jahren auch ein Grund war auf OSX zu wechseln.

Nun denn, am Freitag kam mein Surface endlich an. Erstmal ein grosses Pro: Einschalten und loslegen und es muss nicht zuerst noch Gigabyte an Software an Werbung und Trials deinstalliert werden.
Auch erste Tests mit OneNote haben gezeigt: Der Stift ist klasse und auch das Tastatur-Cover fühlt sich an wie eine echte Tastatur, echt top!

Doch dann ging es los: Am Sonntag Abend wollte ich noch meine Notizen vom Lernmarathon vom Nachmittag durchgehen, da ist plötzlich OneNote und auch das gesamte Windows eingefroren… Weder Taskmanager noch CTRL+ALT+DEL konnten Abhilfe schaffen, und so liess ich mein SP3 abstürzen – eigentlich ja kein Problem. Als ich dann alles wieder starten wollte, war da nur noch das Surface-Logo zu sehen, und sonst nichts. Auch nach fast 20 Minuten war immer noch nicht mehr zu sehen und so musste es ein weiteres Mal dran glauben. Erneutest starten endete dann entweder wieder beim Surface-Logo, im BIOS oder beim Vorbereiten des Recovery-Modus, ohne aber wirklich etwas zu laden.

Also habe ich mir schnell einen USB Stick gebaut und davon gebootet. Ein Blick in “diskpart” zeigt dann, dass die Disk sich wohl komplett verabschiedet hatte und noch nicht mal mehr erkannt wird – schönen Dank auch!

Also habe ich mich an den Support von Microsoft gewandt und nach einer Wandlung gefragt. Die nette Dame am anderen Ende meinte dann nur und ich zitiere:

Supporterin: Okay, ich verstehe. Vielen Dank für die Info. Ich würde Ihnen empfehlen, dass Sie das Gerät zurückgeben und sich das Geld zurück erstatten lassen und sich dann ein neues Gerät kaufen. Ich würde Ihnen auch einen Austausch anbieten aber da würden Sie kein Neugerät zurück erhalten sondern ein repariertes aufgearbeitetes Gerät.

Ich weiss nicht genau, ob die Dame am anderen Ende des Chats hier wohl etwas zu ehrlich war, aber für mich ist das ein echtes NoGO! Das heisst also, ich erhalte nicht mein repariertes Surface zurück, sondern das Surface von einem anderen? Mit allen Makel und Gebrauchsspuren, welche nicht behoben wurden?
Da ich nun genau das mal feststellen will, habe ich auf eine Wandlung bestanden und die Dame auch auf mein Vorhaben hingewiesen:

Patrick: Können wir schon so machen, nur dann Sende ich es solange wieder zurück, bis ich ein Gerät ohne Makel bekomme…

Und da sind wir nun stehen geblieben. Am Montag habe ich das Gerät UPS übergeben, mittlerweile ist es sicherlich bereits in Holland bei Microsoft und ich bin sehr gespannt, wie das Surface aussieht, welches ich zurück bekomme!

Stay tuned…

Unzustellbare Emails an versteckte Postfächer

Na, auch schon auf Exchange 2013? Und, auch schon festgestellt, dass alle Postfächer, welche aus dem Adressbuch versteckt wurden, keine Emails mehr empfangen können?

Naja, mal von vorne: Eine Mailbox konnte plötzlich keine Emails mehr empfangen. Ein Test zeigte, dass jegliche Nachrichten mit dem folgenden Fehler beantwortet werden:

532 5.3.2 STOREDRV.Deliver; Missing or bad StoreDriver MDB properties'

Bei der Analyse der Mailbox hat sich gezeigt, dass die Mailbox aus dem Adressbuch ausgeblendet wurde. Ein deaktivieren dieser Option bestätigte auch schnell meine Vermutung, denn plötzlich konnten alle Nachrichten wieder empfangen werden.
Die Problematik ist von Seiten Microsoft auch nicht wirklich unbekannt: KB2983207 beschreibt genau dieses Problem und gibt als Lösung das kumulative Update 6 für Exchange Server 2013 an.

Die Problematik betrifft zwar nur Exchange 2013, ist aber in meinen Augen besonders heikel, da die ausgeblendeten Postfächer meist für automatische und unbewachte Aktionen verwendet werden. Schliesslich blendet man die Postfächer nicht grundlos aus dem Adressbuch aus, schliesslich liesst ja niemand die ankommenden Nachrichten und somit auch nicht die Fehleremails, welche bei diesem Fehler versendet werden…

Also los, schnell updaten :-)

MS Exchange: Wenn Berechtigungen nicht greifen wollen.

Ein seltsames Problem hatte ich vor kurzem auf einem Exchange Server. Es galt einen einfachen Kalender zu berechtigen, doch die User waren in einer Verteilergruppe zusammengefasst. Und wie der erfahrene Exchange-Admin ja weiss, kann eine Verteilergruppe nur als Email-Verteiler, nicht aber zum Anwenden von Berechtigungen verwendet werden… Dies merkt man auch ziemlich schnell: wenn man versucht eine Verteilergruppe auf einen Kalender zu berechtigen, bekommt man eine Fehlermeldung. Jedoch: Wenn man auf den Kalender eine Sicherheitsgruppe berechtigt und darin eine Verteilergruppe zufügt, so bekommt man keine Meldung und kann sich dumm und dämlich suchen, bis man den Fehler findet, wieso nur die Hälfte der User Zugriff haben…

Hat man den Fehler dann auch einmal gefunden, so ist die Lösung auch mehr oder weniger simpel: Man muss die Verteilergruppe in eine Sicherheitsgruppe umwandeln und schon funktioniert alles… Doch wie geht das genau? Die Powershell kennt keinen wirklichen Befehl dafür und interessanterweise reicht das Ändern der AD-Gruppe von Verteilung in Sicherheit auch nicht aus. Der Trick ist ein kleines Kommando; somit hier der offizielle Weg:

1. Zuerst muss im AD der Typ der Gruppe von Verteiler zu Sicherheit umgewandelt werden.
Dies macht die Exchange-Gruppe zwar dem Namen her nun zu einer Sicherheitsgruppe, doch wie eine Sicherheitsgruppe kann diese trotzdem noch nicht verwendet werden.

2. Über die Exchange-Shell muss nun noch folgendes Kommando abgesetzt werden. Für 2007:

Set-DistributionGroup –id:GROUPNAME

Und für 2010 und höher:

Set-Distributiongroup–identity GROUPNAME –MemberDepartRestriction Closed

Nun, sobald die Gruppen vom Domänenkontroller und vom Exchange synchronisiert wurden, kann die Gruppe auch auf jeden beliebigen Kalender berechtigt werden…

Berechtigungsprobleme nach Upgrade von Piwik

Seit der automatischen Upgrade-Funktion von Piwik geht das Update auf eine neue Piwik-Version bekanntlich schnell und unkompliziert. Ich habe bereits die eine oder andere Version über die Funktion aktualisiert und seither noch nie ein Problem gehabt – doch einmal ist ja bekanntlich immer das erste Mal:

Fai­led to load HTML file: Please check your ser­ver con­fi­gu­ra­tion. You may want to whi­te­list “*.html” files from the “plugins” direc­tory. The HTTP sta­tus code is 404 for URL “plugins/ZenMode/angularjs/quick-access/quick-access.html“

Diese Meldung spuckt mir das Webinterface nach einem erfolgreichen Upgrade entgegen. Und sie hat nicht ganz unrecht – wenn ich die Datei im Browser direkt öffnen möchte, so erhalte ich eine Zugriffsverletzung…

Um die Meldung wegzubekommen (eine Einschränkung in der Funktionalität konnte ich bisweilen nicht feststellen), müssen die Berechtigungen auf 3 Ordner von 750 auf 755 geändert werden:

1. /plugins/ZenMode/
2. /plugins/ZenMode/angularjs/
3. /plugins/ZenMode/angularjs/quick-access/

Hierbei sollte auch nur die Berechtigung der Ordner und nicht der Dateien angepasst werden, da dass Erlauben zum Ausführen für Alle mir bereits etwas Bauchschmerzen bereitet.